Clarence Brown

…und das Leben geht weiter – William Saroyan

THE HUMAN COMEDY
USA 1943
Mit Mickey Rooney, Frank Morgan, James Craig, Van Johnson, Marsha Hunt, Fay Bainter, u.a.
Drehbuch: William Saroyan und Howard Estabrook
Regie: Clarence Brown
Der Film kam im deutschsprachigen Raum 1946 unter dem Titel …und das Leben geht weiter in die Kinos.
Dauer: 117 min

Vorspann:

Das Leben in der Kleinstadt Ithaka, Kalifornien. Im Zentrum des Films steht der junge Telegrafenbote Homer Macauley und seine Familie, die ihr Leben im Angesicht des fernen Krieges weiterführen, eines Krieges, vom dem die Ehemänner, Söhne und Brüder verschlungen wurden.

Der Film
The Human Comedy
soll Louis B. Mayers absoluter Lieblingsfilm gewesen sein. Heute ist er, jedenfalls hierzulande, völlig vergessen, obwohl er damals auch in den deutschen Kinos lief. Interessant ist vor allem seine Entstehungsgeschichte – der Film selbst ist kaum der Rede wert.
Mitten im Kriegsengagement Amerikas lud Louis B. Mayer den damals gefeierten Romancier William Saroyan ein, ein Drehbuch über die „kleinen Leute“ Amerikas zu verfassen. Saroyan zeigte sich interessiert – vergass die Sache aber offenbar wieder. Nachdem er sich nach Vertragsunterzeichnung einfach nicht mehr meldete, schickte Mayer Arthur Freed los, den Dichter „einzusammeln“. Man einigte sich darauf, dass Saroyan dem Drehbuch seine eigene Jugenderlebnisse zugrunde legen sollte. Als der Dichter fertig war, stellte sich heraus, dass der Film über vier Stunden dauern würde. Und nun wollte Saroyan auch noch selbst Regie führen. Mayer plante, seinen Schützling möglichst schnell und elegant wieder loszuwerden.

Wie ihm dies gelang ist nicht bekannt. Mayer sorgte dafür, dass Saroyan für seine Arbeit bezahlt wurde, und dann engagierte er den bewährten Drehbuchautor Howard Estabrook, damit der das ausufernde Werk leinwandgerecht zurechtstutzte.
Während die Dreharbeiten im Gang waren, goss Saroyan seine Geschichte in Romanform um. Das Buch kam rechtzeitig zur Filmpremiere heraus und wurde, wie der Film, ein riesiger Erfolg. The Human Comedy blieb Saroyans einziger Ausflug ins Filmgeschäft.

In den Credits wird nur Estabrook als Drehbuchautor erwähnt – Saroyan wird als Autor der Vorlage genannt. Schaut man sich den Film nach der Lektüre des Buches an, glaubt man, eine typische Literaturverfilmung vor sich zu haben. Dass es sich in diesem Fall genau umgekehrt verhält, mag man fast nicht glauben, denn die Schauspieler zitieren immer wieder ganze Passagen aus dem Roman. Das lässt nur den Schluss zu, dass Estabrooks nichts Grundlegendes geändert, sondern vor allem gekürzt hat. Die Dialoge sind „Saroyan pur“. Die Handlung folgt bis ins Detail den Episoden des Romans.

Wäre ein wirklich talentierter Regisseur zur Hand gewesen, wäre The Human Comedy vielleicht ein grosser Film geworden – Ansätze zur Grösse scheinen immer wieder auf. Doch leider engagierte man Clarence Brown. Ein guter Handwerker, ohne Zweifel, aber ein sehr wenig inspirierter Künstler. Es gibt Sequenzen, deren Zauber durch die plumpe Inszenierung richtiggehend zerstört wird, obwohl er bei der Lektüre greifbar ist.
Zu beklagen ist auch die Wahl der Schauspieler: Ich habe selten einen Hollywood-Film dieser Zeit mit derart vielen Fehlbesetzungen gesehen! Mickey Rooney ist zwar gut, doch für die Rolle des introvertierten, hochsensiblen Homer Macauley viel zu bodenständig und deshalb ungeeignet. Am Schlimmsten – weil vollkommen unglaubwürdig – ist der hölzerne James Craig in der Rolle des leichtherzigen Menschenfreunds Spangler. Einzig „good old“ Frank Morgan überzeugt. Für die Rolle des alternden Telegrafisten Willie Grogan hatte der Autor zwar an Lionel Barrymore gedacht, doch auch Morgan gelingt, was sich Saroyan von Barrymore erhoffte: die Figur unvergesslich zu machen. Ihm allein ist es zu verdanken, dass die Qualität der Vorlage immer wieder aufscheint.

Bleibt zu erwähnen, dass The Human Comedy – der Film – immer wieder unangenehm propagandistisch und patriotisch wird. Nicht nur wenn die Nationalhymne zum x-ten Mal von der Filmmusik zitiert wird spürt man überdeutlich, dass The Human Comedy in erster Linie als Durchhaltefilm für „die Jungs“ an der Front produziert wurde. Obwohl der Krieg und Amerika auch im Buch stets präsent sind, bleibt dort stets das spezifisch Menschliche, das Verbindende im Vordergrund. Deshalb kann es noch heute gelesen werden, während der Film inzwischen verstaubt wirkt.

Abspann
Clarence Brown war als „Garbos Regisseur“ zu Berühmtheit gelangt. Vor The Human Comedy führte er Regie im Abenteuerfilm They Met in Bombay („Fluchtweg unbekannt“) mit Clark Gable, Rosalind Russell und Peter Lorre. Danach kam das Kriegsdrama The White Cliffs of Dover mit Irene Dunn und Alan Marshall.
– Für den Kinderstar Mickey Rooney war The Human Comedy ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum ernstzunehmenden Schauspieler. Vorher – und auch nachher – war er als Hauptprotagonist der Andy Hardy-Serie auf der Leinwand zu sehen. Und noch eine weitere Serie hatte er vor und nach seiner Rolle in The Human Comedy am laufen: Jene der von Busby Berkeley inszenierten Musicals mit Judy Garland als Partnerin.
Frank Morgan – der eigentlich Francis Philip Wuppermann hiess – war zuvor 1942 im Kino zu sehen: An der Seite von Hedy Lamarr und Walter Pidgeon in Richard Thorpes White Cargo. Danach spielt er die Hauptrolle in Roy Rowlands A Stranger in Town. Beide Filme gab es bei uns nicht zu sehen.
James Craig war zuvor in Edward Dmytryks  Actionfilm Seven Miles from Alcatraz zu sehen. Danach in der Komödie Swing Shift Maisie von Norman Z. McLeod. Beide Filme entstanden 1943, beide sind hierzulande nie gezeigt worden. Morgans bekannteste Rolle ist die des „Zauberers“ in The Wizard of Oz.
– Der bekannteste Film nach einen Drehbuch von Howard Estabrook ist wohl The Bridge of San Luis Rey („Die Brücke von San Luis Rey“, Regie: Rowland V. Lee); das war auch Estabrooks „nächster Film“ nach The Human Comedy. Der „Vorgänger“ hiess The Corsican Brothers  („Blutrache“/“Die korsischen Brüder“, Regie: Gregory Ratoff); Estabrook schrieb dafür die Adaption nach Alexandre Dumas, das Drehbuch verfasste dann George Bruce.

Im deutschsprachigen Raum ist The Human Comedy nicht auf Blu-ray oder DVD verfügbar. Auch auf VHS ist er hierzulande nie erschienen. In den USA ist er als “DVD on demand” verfügbar; er ist dort innerhalb der Reihe Warner Archive Collection erschienen.

Geburt einer Göttin

FLESH AND THE DEVIL
(dt.: Es war)
Mit Greta Garbo, John Gilbert, Lars Hanson, Barbara Kent, Eugenie Besserer u.a.
Regie: Clarence Brown
Dauer: 112 min
Verfügbar ist der Film auf einer DVD, die im deutschprachigen Raum erschienen, inzwischen aber vergriffen ist.

Da war etwas in Garbos Augen, das man nicht sehen konnte, außer man drehte sie in Großaufnahmen. Man konnte die Gedanken sehen. Wenn sie die eine Person eifersüchtig ansehen sollte und eine andere verliebt, brauchte sie ihren Ausdruck nicht verändern. Man konnte es in ihren Augen sehen, während sie von einem zum anderen blickte. Und niemand sonst hat das jemals auf der Leinwand geschafft.
(Clarence Brown, zitiert aus Kevin Brownlow: Pioniere des Films)

Was zum Teufel Regisseur Brown in Garbos Augen gesehen haben mag, bleibt mir nach der Sichtung des ersten Films, den er mit dem schwedischen Vamp gedreht hatte, ein Rätsel.
Falls er Recht hätte mit seiner Aussage, desavouierte er sich als Regisseur selbst, denn man müsste ihm nachsagen, die oben behauptete Ausdrucksfähigkeit nicht eingefangen zu haben.

Nun bleibt es jedem selbst überlassen, zu urteilen: Entweder taugt der Regisseur zu wenig, oder er hat seinen Star überbewertet.
Ich zähle Clarence Brown durchaus weder zu den bedeutenden noch zu den besonders begabten Filmregisseuren. Mit der oben zitierten Aussage schiesst Brown allerdings weit am Schwarzen vorbei – was m.E. durchaus Rückschlüsse auf seine Fähigkeiten zulässt.

Der Regisseur der „Göttin“: Clarence Brown

Mein Urteil über die Garbo fällt vernichtend aus, vernichtender als jenes über den Regisseur (der später – wen wundert’s – zu ihrem Regisseur werden sollte): Garbo schauspielerisches Talent ist schlichtweg nicht vorhanden. Ausdruck? Von wegen!
Und genau dies bringt ihr Regisseur hier ans Tageslicht. Gnadenlos und ungewollt.
Sobald die Garbo auftritt, tritt der Film – an Ort. Zu sehr sind ihr Regisseur und ihr Kameramann William H. Daniels (der die Ikone Garbo massgeblich geformt hatte) damit beschäftigt, ihr Gesicht, in Grossaufnahme, möglichst vorteilhaft auszuleuchten und zu präsentieren. Sosehr, dass die Handlung darüber aus dem Tritt gerät und immer wieder stockt.

Die Grossaufnahmen haben noch einen weiteren ungünstigen Nebeneffekt: Garbos mimische Hilflosigkeit, ihre schauspielerische Starrheit wird geradezu schmerzhaft sichtbar. Ihr Gesicht bleibt selbst bei Gefühlsausbrüchen leer, die mimische Unfähigkeit macht sie mit Kopfwackeln wett, wobei sie immer wieder in unpassenden Momenten für unfreiwillige Komik sorgt. Im Tonfilm wurde ihre schauspielerische Unbedarftheit durch das Sprechen noch unterstrichen. Warum ist diese Frau nur derart berühmt geworden?

Mimik? Wo? Die Garbo versucht zu schauspielern

Für mich ist dies eines der grossen Rätsel der Filmgeschichte. Die Kraft der Mythenbildung darf eben nicht unterschätzt werden. Die Legende ist meist stärker als die Realität, welche manche auch dann nicht sehen wollen/können, wenn sie direkt darauf gestossen werden.

Hier tritt die Garbo (die eigentlich Greta Lovisa Gustafsson hiess) zum ersten Mal an der Seite von John Gilbert auf. Damals war Gilbert der Star, nicht die Garbo. Ihr Name steht in den Credits denn auch deutlich kleiner unter jenen der männlichen Hauptdarsteller John Gilbert und Lars Hanson. Doch das sollte sich spätestens zu Tonfilmzeiten ändern: Gilbert (der eigentlich John Cecil Pringle hiess) wurde vom Tonfilm verschluckt, verstarb viel zu früh und geriet dann schnell in Vergessenheit, während die Garbo zur grossen Kino-Ikone wurde, ein Staus, den sie noch heute inne hat.
Zu Stummfilmzeiten und im frühen Tonfilm waren die beiden das bekannteste Leinwand-Liebespaar Amerikas, auch privat waren sie eine zeitlang liiert.

Auch privat ein Paar: John Gilbert und Greta Garbo

John Gilbert und Garbos Mit-Schwede Lars Hanson spielen ein Freundespaar, zwischen welches sich Garbo als teuflisches Weib stellt und die Freunde zu entzweien droht. Schwülstig wird da erst Freundschaft und später Liebe geschworen, die Emotionen gehen hoch, leidend und augenrollend werden Handrücken an Stirnen gelegt – man kennt das ja. Hier kriegt man die volle Ladung.
Doch Flesh and the Devil ist nicht nur schlecht. Es gibt Szenen, die sich durchaus sehen lassen können – die Garbo kommt in keiner davon vor. Kameramann Daniels bestand auf langen Grossaufnahmen der „Göttin“ und Regisseur Brown bringt zuwenig Stilwillen auf, sich diesem Diktat zu widersetzen. Ganz anders verhielt es sich mit Regisseur Fred Niblo im ein Jahr später gedrehten Film The Mysterious Lady. Er vermochte die Garbo richtig und überzeugend einzusetzen – trotz desselben Kameramannes; er inszenierte Garbo zwar auch, verlor dabei aber nie den Blick auf’s Ganze.
Was in den beiden von Fred Niblo inszenierten Garbo-Vehikeln The Temptress und The Mysterious Lady kaum auffiel, tritt hier offen und nicht zuletzt dank der Mittelmässigkeit des Regisseurs zutage: Die Garbo konnte nicht schauspielern.
Wenn man Flesh and the Devil heute sieht, vermag man kaum nachzuvollziehen, dass er die Geburt der Leinwandgöttin Garbo markiert. Eine raffiniert ausgeleuchtete Maske in Grossaufnahme schien damals ein derartiges Novum gewesen zu sein, dass die Garbo schon bald den Stern ihres Partners John Gilbert zu überstrahlen vermochte.

Spiel endlich anständig, sonst würg‘ ich dich!

Die Vorlage stammt übrigens vom selben Hermann Sudermann, dessen Novelle „Die Reise nach Tilsit“ ein Jahr später für das Meisterwerk Sunrise von F.W. Murnau Pate stand. Hier verarbeitete Hollywood Sudermanns Roman „Es war“. Der Film spielt übrigens in Österreich, am Drehbuch soll auch der Lubitsch-Spezi Hanns Kräly beteiligt gewesen sein – aber wohl nur am Rand; Krälys Drehbücher sprühen in der Regel vor Witz, eine Qualität die man Flesh and the Devil beileibe nicht nachsagen kann!

Rudolph Valentino mit falscher Musikuntermalung

THE EAGLE
USA 1926
Mit Rudolph Valentino, Vilma Banky, Louise Dresser u.a.
Regie: Clarence Brown
Dauer: 73 min.

Endlich Rudolph Valentino!

Was ist eine Stummfilmseite ohne den vielleicht grössten aller Stummfilmstars?
Viele von uns tendieren allerdings zur Skepsis vor solchen populärkulturellen Superlativen. „Der grösste Star?“, rümpfen einige selbsternannte Cinéasten die Nase. „Da muss was faul sein!“
Auch der Verfasser dieser Zeilen ertappte sich bei diesem Gedanken und war überrascht, als er Valentino erstmals im Film Son of the Shik schauspielern sah. Der konnte das tatsächlich! Er spielte sehr gut – nicht nur für ein „Leinwandidol“ mit Kultstatus.

Auch im Eagle fällt er neben der hervorragenden Schauspielercrew absolut nicht aus dem Rahmen und beweist sogar komödiantisches Talent. Und das braucht er, denn das Drehbuch stammt von keinem Geringeren als vom langjährigen Lubitsch-Kompagnon und –Mitautor Hanns Kräly. So ist denn The Eagle nicht nur Abenteuerfilm, sondern auch Komödie, nicht nur Liebesfilm, sondern auch Verwechslungsgeschichte.

The Eagle ist eigentlich Vladimir Dubrovsky, ein Kosakenleutnant der Zarin Katherine II; weil er in der Gunst der Zarin (wegen Ungehorsams in Liebesdingen) in Ungnade gefallen ist, muss er aus dem Palast flüchten und wird nun steckbrieflich gesucht. Dubrovsky versteckt sich in den Wäldern, wo er mit einer kleinen Truppe finsterer Gesellen unter dem Namen The Eagle untertaucht. Wie Zorro trägt er bei seinen öffentlichen Erscheinungen eine Augenmaske. Und wie dieser hat auch er eine Mission: Rache am hinterhältigen Kyrilla zu üben, der Dubrovskys Vater um sein geliebtes Grundstück betrogen, ihm damit das Herz gebrochen und ihn in den Tod getrieben hat.

Nun gibt es an den Racheplänen des Eagle aber einen Haken; er heisst Mascha und ist Kyrillas hübsche Tochter, in die sich Dubrovsky noch zu seiner Husarenzeit im Unwissen um ihre Herkunft verliebt hatte.
Nachdem sich Dubrovsky unter dem Namen LeBlanc als Französischlehrer ins Haus seines Feindes eingeschmuggelt hat, erkennt er das Problem, denn seine Schülerin ist ausgerechnet die Tochter des Hausherrn. Sie erkennt ihn zunächst nicht, er kommt ihr lediglich bekannt vor. Aber da das Frauenzimmer nicht nur hübsch, sondern auch klug ist, erkennt sie bald, dass sich The Eagle bei ihnen eingenistet hat – in der Maske des Französischlehrers…

Eine äusserst gewitzte doppelte Verkleidungsstory, ein hervorragendes Drehbuch, durch die Bank hervorragende Schauspieler (das Zusammenspiel der ungarischen Aktrice Vilma Banky und Valentino etwa funktioniert wunderbar!), das traumhafte Dekor von William Cameron Menzies und die präzise Regie von Clarence Brown machen The Eagle zu einer der schönsten und unterhaltsamsten Abenteuerschnurren ihrer Zeit. Der Film verhalf Valentino nach einer längeren Durststrecke zu einem triumphalen Comeback.

Tja, und nun sollte man nur noch die richtige DVD finden, auf der auch die Begleitmusik stimmt – das exemplarische Stummfilmerlebnis für Leute, die mit Stummfilm nichts am Hut haben wäre perfekt!
Es soll eine Laserdisc-Ausgabe mit einer Begleitmusik von Carl Davis geben. Sie ist bestimmt empfehlenswert, nur konnte ich sie auch nach intensivem Gurgeln…nein, Googeln (oder Googlen?) nirgends finden…

Somit rate ich hier erstmals von einer DVD ab – von dieser. Da ist nicht nur die Bildqualität zweitrangig, sondern – viel schlimmer – auch die Begleitmusik. Die Herausgeber haben es sich einfach gemacht und zwei längere Stücke einer bereits bestehenden Filmmusik genommen, die einfach dauernd wiederholt werden. Erstens passt das selten zum Geschehen und zweitens nervt das sinfonische Gesülze bereits nach 30 Minuten derart, dass man den Ton am liebsten ausschalten würde. Unglücklicherweise scheint dies die einzige im Moment greifbare DVD-Ausgabe des Films zu sein und ist somit nur für ganz hartgesottene Rudy-Fans zu empfehlen.

Hier zeigt sich wieder einmal, wie essentiell die Stummfilmbegleitung ist; die hier vorhandene ebnet ein, wo andere Begleitungen gelungene Film-Passagen erst zum Leuchten bringen, Zusammenhänge unterstreichen oder gar erst erlebbar machen. Carl Davies konnte das – nur: Wo bleibt die Eagle-DVD mit seiner Score?
8/10 (nur Film; Schmähung der DVD siehe oben)