Harry Langdon

Frank Capra und Harry Langdon

THE STRONG MAN
USA 1926
Mit Harry Langdon, Priscilla Bonner, Gertrude Astor u.a.
Regie: Frank Capra
Dauer: 74 min.

Harry Langdon, der vierte Clown? so fragte ich vor einigen Monaten in diesem Artikel, und kam zum Schluss: nein!
„The Strong Man“, Langdons erster Langfilm und sein erster Film unter Frank Capras Regie, zeigt deutlich, weshalb Langdon nicht in der gleichen Liga spielte wie Chaplin, Keaton und Lloyd. Fasst man den Inhalt zusammen, erhält man Stoff für höchstens 30 Filmminuten. „The Strong Man“ dauert aber deren 74. Geschätzte 42 Minuten werden gefüllt mit Episoden, die nicht nur wenig mit der Haupthandlung zu tun haben und von dieser ablenken, sondern die auch noch über Gebühr in die Länge gezogen werden.

Gut, auch Keatons erster Langfilm, The Three Ages, entstand spürbar aus dem Geist der vorangegangenen Kurzfilme und ist im Grunde eine Kompilation von drei solchen. Keaton verstand es allerdings, sie mit einem Kniff (jede Episode spielt in einem anderen Zeitalter und wird mit den anderen beiden parallel erzählt) untereinander zu verbinden und er besass  genügend dramaturgische Gespür, um Längen zu vermeiden.

Langdon lässt diese Gabe schmerzlich vermissen. Da gibt es eine Sequenz von geschlagenen fünf Minuten, in welcher wir Harry in Grossaufnahme oder in der Halbtotalen sehen, während derer er Schnupfen hat und ständig auf „komische Art“ niesen muss. Die Szene wird mit der Zeit richtiggehend peinlich, weil da einer nicht merkt, dass er aufhören sollte, weil er nur denkt, er sei komisch, es aber auch mit aller Anstrengung nicht ist. Selbstüberschätzung dürfte eines der grössten Probleme Langdons gewesen sein!

Weshalb hat Regisseur Capra in solche Szenen nicht eingegriffen? Langdon war nicht nur Hauptdarsteller, sondern auch Produzent. Darum. Im nächsten gemeinsamen Film, Long Pants, kriegten sich die beiden offenbar in die Wolle, es kam danach zum Bruch. Ich vermute, der Grund lag in Capras korrigierenden Eingriffen, denn Long Pants ist um Längen besser – ohne Längen aufzuweisen! Was Langdon danach ohne Capra, in eigener Regie machte, ähnelt The Strong Man fatal und kostete ihn als unabhängigen Komödianten den Kopf.

The Strong Man handelt vom belgischen Soldaten Paul (Langdon), der mit einer ihm unbekannten Amerikanerin eine Brieffreundschaft unterhält. Nach dem Krieg reist er als Gehilfe eines Gewichthebers mit dessen Vaudeville-Akt nach Amerika, wo er in der Grossstadt nach seiner Brieffreundin ausschau hält. Später machen sie ausgerechnet in ihrem Wohnort Station und er entdeckt, dass sie blind ist. Doch zuerst säubert er (unfreiwillig) das Städtchen von einer dort wütenden Alkoholschmuggler-Bande…

Die Thematik ist typisch für die Slapstick-Filme jener Zeit: Schüchterner Schwächling kriegt ständig aufs Dach und wächst am Schluss über sich selbst hinaus. Es gibt einige durchaus gelungene Passagen in diesem Film, einige Gags sitzen treffsicher und entfalten ihre maximale Wirkung. Die Kleinstadt kann sogar als Prototyp für die capraeske Dorfidylle angesehen werden, die er in seinen Klassikern der späten Dreissigerjahren immer wieder aufleben liess. Doch leider sind die Qualitäten in diesem werk so dünn gesät, dass sie von Langdons fehlendem Gespür für das richtige Timing mühelos überschattet werden.  So wird der Film zur echten Geduldsprobe.

Mit der Sichtung dieses Films schliesse ich meine kleine Harry Langdon-Reihe ab. The Strong Man zementiert mein Verdikt bis zur Gewissheit: Harry Langdon gehört nicht in einem Atemzug genannt mit den „Grossen Drei“. Punkt.
And now for something completely different… Die nächste Stummfilmbesprechnung werde ich etwas Erfreulicherem, nämlich Murnaus Sunrise widmen.
5,5/10

Die DVD: Die Bildschärfe ist sehr gut, der Kontrast ebenfalls. Das Bild ist durchgehend gelb viragiert.

Die Musikbegleitung wurde von Harry Langdon selbst aus bestehenden Musikstücken zusammengestellt; Eric Beheim spielt diese auf dem elektronischen Palace Music Hall Orchestra.

Extras: Zwei weitere Langfilme aus Harry Langdons Glanzzeit: The Strong Man und Long Pants.

Reginalcode: 0

Verfügbarkeit:
Deutschsprachiger Raum: Nicht verfügbar.
USA: Der Film wird von Kino on Video angeboten. Man bekommt ihn direkt bei Kino, oder bei amazon.com (dort gibt’s den Film ab und zu gebraucht für weniger Geld).
Für Preisvergleiche, evtl. preisgünstigere Angebote und andere Fragen im Zusammenhang mit DVD-Bestellungen aus dem Ausland siehe auch die Tipps zur DVD-Bestellung im Ausland.

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Woran Harry Langdon scheiterte

TRAMP, TRAMP, TRAMP
USA 1926
Mit Harry Langdon, Joan Crawford, Tom Murray u.a.
Regie: Harry Edwards

In meinem letzten Artikel über Harry Langdon hatte ich erwähnt, dass dieser Komiker manchmal ganz schön irritieren, ja sogar nerven konnte, wenn sein Regisseur das Heft nicht in der Hand hatte und seinen Star nicht richtig anleitete.

Tramp, Tramp, Tramp ist ein Film, wo dies bereits deutlich zum Ausdruck kommt, obwohl er noch zu Langdons gelungenen Werken zu zählen ist. Aber der Regisseur heisst hier nicht Frank Capra, sondern Harry Edwards, und der liess Langdon offenbar mehr Freiheiten, was dieser zu dazu nutzte, sich auf Kosten der Handlung in den Vordergrund zu spielen, ein Drang, dem er in seinen späteren, selbst inszenierten Filmen noch stärker nachgab – zum grossen Nachteil der Filme!

Es gibt hier zwei, drei Sequenzen, in denen der Handlungsfluss bis fast zum völligen Stillstand ausgebremst wird. Dies ist umso störender, als es in Momenten geschieht, wo die Dramaturgie der Handlung eigentlich rasches Fortschreiten vorschreiben würde. Der grosse Lauf quer durch Amerika soll beginnen, die Favoriten stehen am Start, nur einer fehlt noch, Harry, der aufgrund seiner Konstitution sowieso die schlechtesten Karten hat und der nur aus einem Missverständnis heraus teilnimmt. Das Kinoublikum wartet schon seit 15 Minuten auf den Beginn des Laufs, nun endlich ist es soweit, man will wissen wie sich Harry schlägt.
Da kommt er auch, per Taxe, völlig am Boden zerstört, wegen zuviel Schlafmittel total beduselt, in den Knien immer wieder einknickend, und nun bleibt die Kamera auf ihm drauf, zeigt fünf Minuten Harry und den Taxifahrer in einer endlosen Totalaufnahme, wie letzterer den immer wieder wegdämmernden Harry zum Zahlen bewegen will, Harry aber wegen eines überdimensionierten langen Aermels kein Kleingeld aus der Hosentasche holen kann. Immer und immer wieder versucht er’s, erfolglos.

Die Szene ist als komisches Kabinettstückchen gedacht, ist aber erstens absolut unlustig und wird mit jeder Wiederholung noch unlustiger, zweitens bringt sie den Handlungsfluss zum Erliegen und nervt die Zuschauer, welche längst dem Beginn des Wettkampfes entgegenfiebern.
Solcher Art sind Harry Langdons Irritationen, man kann sie in seinem gesamten Stummfilmoeuvre beobachten. Fähige Regisseure wie Frank Capra schafften es, das Beste aus diesen Selbstinszenierungen zu machen, indem sie diese entweder aufs Minimum beschränkten, kürzten oder sie wirkungsvoll ein- und umzusetzen wussten. Aber ohne Capra funktionierte Langdon nicht. Nachdem Capra eigene Wege ging und Langdon sich selbst inszenierte, lief ihm das Publikum in Scharen davon. Das war wirklich dramatisch: Innerhalb von nur drei Filmen und einem Jahr war er am Boden (der aufkommende Tonfilm mag das Seine am Abstieg beigetragen haben).

Dass Tramp, Tramp, Tramp trotzdem ein sehr ansehnlicher Film geworden ist, ist wahrscheinlich wieder Frank Capra zu verdanken, der hier als Autor zeichnete. Der Film wartet mit einer Reihe eindrücklicher Sequenzen auf, welche die oben erwähnten Irritationen in den Hintergrund treten lassen.
Harry Logan (Langdon) ist der Sohn eines armen Schusters, der von den modernen Schuhfabriken an den Rand des Ruins gedrängt wird. Wenn Harry nicht viel Geld auftreibt, kann die Miete nicht mehr bezahlt werden und dann ade, Schusterwerkstatt!
Zufällig beteiligt sich der Vermieter von Vater Logan am von Schuhfabrikant Burton gesponsorten Lauf quer durch Amerika, und weil er ihn begleitet, gerät Harry auch auf die Teilnehmerliste.

Es gemahnt ein wenig an die Zugverfolgunssequenz aus Keatons The General, wie Harry den Trupp seiner Mitstreiter immer wieder verliert, abhängt, wiederfindet, ohne dass er selber merkt, wie ihm eigentlich geschieht. Da sind einige wirklich gelungene Wendungen drin, und eine haarsträubende, wieder an Keaton gemahnende Zyklon-Sequenz beschliesst den Film auf spektakuläre Weise.
Die Bezüge zu Keaton sind hier wohl rein zufällig, obwohl es nicht ausgeschlossen ist, dass Langdons Sturmsequenz Keaton zu jener in Steamboat Bill, jr inspiriert haben könnte. Die Figuren, welche die beiden Komödianten verkörperten, ähnlen sich in ihrer fast ausserirdisch anmutenden Weltfremdheit durchaus. Als Filmemacher aber war Langdon meilenweit von Keaton entfernt. Er war in erster Linie Schauspieler, von der Arbeit und den Gesetzen hinter der Kamera verstand er zu wenig.

So bleiben drei gelungene Langfilme, die den Mann mit dem Babygesicht unsterblich machen. Was danach kam, kündigt sich in Tramp, Tramp, Tramp bereits an. Die DVD von Kino International, welche alle drei Werke vereint, gewährt einen guten Einblick in Langdons Kunst und macht gleichzeitig – mit Tramp, Tramp, Tramp – deutlich, woran er scheiterte.
7/10

Die DVD: Die Bildschärfe ist sehr gut, der Kontrast ebenfalls, insgesamt liegt hier die bessere Bildqualität vor als bei Long Pants. Das Bild ist hier ebenfalls durchgehend gelb viragiert.

Die Musikbegleitung stammt von Phil Carli; diese Klavierbegleitung hat mich nicht vom Hocker gehauen; sie passt nicht schlecht, aber scheint mir etwas gleichförmig.

Extras: Zwei weitere Langfilme aus Harry Langdons Glanzzeit: The Strong Man und Long Pants.

Reginalcode: 0

Verfügbarkeit:
Deutschsprachiger Raum: Nicht verfügbar.
USA: Der Film wird von Kino on Video angeboten. Man bekommt ihn direkt bei Kino, oder bei amazon.com (dort gibt’s den Film ab und zu gebraucht für weniger Geld).
Für Preisvergleiche, evtl. preisgünstigere Angebote und andere Fragen im Zusammenhang mit DVD-Bestellungen aus dem Ausland siehe auch die Tipps zur DVD-Bestellung im Ausland.

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Harry Langdon – der „vierte Clown“?

LONG PANTS
USA 1927
Mit Harry Langdon, Priscilla Bonner, Alma Bennett u.a.
Regie: Frank Capra
Dauer: 58 min

Chaplin gilt als der erste, Keaton ist „der zweite“ , Harold Lloyd „der dritte“ – aber wer ist „the fourth clown“, von dem manchmal die Rede ist? Dieses Prädikat weisen einige Slapstickfans und Filmspezialisten dem US-Komiker Harry Langdon zu, der heute fast nur noch spezialisierten (Stumm-)Filmfreunden und Filmhistorikern bekannt ist. Von seinen Anhängern wird er gern in einem Atemzug mit den „grossen drei“ genannt, doch seine Anwärterschaft auf diese „Position“ ist umstritten.

Sicher ist: Der Filmruhm Harry Langdons war nur von sehr kurzer Dauer; für ein, zwei Jahre befand er sich punkto Popularität gleichauf mit Chaplin, Keaton und Lloyd, nach nur drei erfolgreichen Langfilmen sank sein Stern rapide. Sein Abstieg verlief von einigen erfolglosen stummen Langfilmen in Eigenregie über Rollen in kurzen Tonfilmkomödien bis zu Arbeit als Gagschreiber für andere Komödianten.

Der bühnenverrückte Harry Langdon fing in Vaudeville-Shows an, wo er zusammen mit seiner Frau zum ersten Mal und für längere Zeit Starruhm erreichte. Im Zenit seiner Berühmtheit beschloss er, zum Film zu gehen. Verhandlungen mit Hal Roach scheiterten, bei Sol Lesser drehte er vor dem Bankrott von dessen Firma drei Filme und wurde 1923 schliesslich von Mack Sennett übernommen, der ihm die künstlerische Freiheit gab, seinen Stil zu entwickeln, und ein eigenes Filmteam aufzubauen. Er begann mit Kurzkomödien, scharte ein Grüppchen von vertrauten Mitarbeitern um sich, gewann an Popularität und wagte schliesslich den Sprung in die Langfilmproduktion.
Langdons Markenzeichen war sein „Baby Face“, das perfekt mit der absurden kindlichen Unschuld und Scheu seiner Filmfigur korrespondierte.

Darf man nun Langdon mit Chaplin, Keaton und Lloyd auf eine Stufe stellen, nur weil er drei Filme lang genauso erfolgreich wie sie war?
Natürlich ist Popularität kein verlässlicher Gradmesser für Qualität. Es gibt aber durchaus signifikante Unterschiede zwischen seinen Werken und jenen seiner bekannteren Kollegen, welche einen schlüssigeren Vergleich ermöglichen: Anders als Chaplin, Keaton und Lloyd prägte Langdon seine Figur und seine Geschichten nicht alleine. Während die anderen drei ganz stark als Autoren ihrer Filme fungierten, war Langdon auf seine „Entourage“ angewiesen, die hauptsächlich aus dem Autor Arthur Ripley und dem Regisseur/Autor Frank Capra bestand. Sie halfen seine Leinwandpersönlichkeit entwickeln und wussten auch damit umzugehen.
Als Langdon selbst das Heft in die Hand nahm (sprich: die Regie führte), liess die Qualität und damit auch die Popularität seiner Filme rapide nach, der Abstieg erfolgte von diesem Moment weg langsam aber stetig; Langdon war ein hervorragender Komödiant und Schauspieler, zum Autor taugte er leider weniger.

Schaut man sich seine besten Filme heute an, stellt man eine weitere deutliche Diskrepanz zu den Werken Chaplins, Keatons und Lloyds fest, die ihm allerdings nicht in allen Fällen zum Nachteil gereicht: Statt schnelle Gags zelebrierte er die Kunst der Verlangsamung. Da gibt es immer wieder lange Momente, wo die Handlung ganz allmählich zum vollständigen Stillstand kommt, bis zuletzt nur noch Harrys Verwunderung übergross im Raum steht. Es gibt Einstellungen, da sieht man Langdon minutenlang nur von hinten – völlig bewegungslos. So etwas filmisch umzusetzen ist äusserst schwierig, es bedarf eines talentierten Regisseurs, den Landgon in Frank Capra gefunden hatte. In Long Pants etwa erzielen die oben beschriebenen Einstellungen eine maximale komische Wirkung, weil Capra genau wusste, wie er inszenatorisch damit umgehen musste, um dieses Resultat zu erreichen. In anderen, weniger gelungenen Langdon-Filmen wirkte diese Verlangsamung bloss irritierend oder ermüdend.

Die Handlung von Long Pants ist vor allem deshalb schnell erzählt, weil sie eigentlich nur rudimentär vorhanden ist: Der eben erst erwachsen gewordene Harry erhält sein erstes Paar langer Hosen (die Long Pants des Titels) und fortan steht sein Leben Kopf, denn kurz darauf legt die Gansterbraut Bebe Blair (Alma Bennett) einen Zwischenstop in Harrys Wohnort ein, worauf sich Harry unsterblich in sie verliebt. Eine Briefverwechslung lässt Harry glauben, sie warte im Gefängnis auf ihn, und so lässt er seine eigene Hochzeit platzen und rennt Bebe nach. Er stellt aber bald fest, dass sie eine hartgesottene Gangsterbraut und somit nichts für ihn ist und kehrt reuemütig zu seiner Verlobten zurück.

Dieser Handlungsrahmen ist gespickt mit schwarzem Humor oder abwegig-grotesken Situationen, was beides zu Harrys Engelsgesicht in krassem Widerspruch steht. Daraus ergibt sich ein dissonanter Unterton, der den Film zu etwas Besonderem macht.
Die Sequenz etwa, in der Harry seine Verlobte in den Wald führt, um sie zu erschiessen (!), weil er lieber die Gangsterbraut heiraten will, bezieht ihre ganze umwerfende Wirkung aus oben beschriebenem Widerspruch. Zudem inszeniert Capra den Wald als riesenhafte Kulisse, in welcher die beiden Menschen winzig klein erscheinen und antizipiert so das klägliche Scheitern von Harrys haarsträubendem Vorhaben.
Eine weitere „seltsame“ Sequenz zeigt Harry, wie er ein wütendes Krokodil in einer Holzkiste im Glauben durch die Stadt schleppt, dort stecke seine Angebetete drin.

Mit solch boshaft-schwarzhumorigen Passagen und mit dem beunruhigenden kindhaft-anarchischen Verhalten seiner verletzlich wirkenden Hauptfigur setzt sich Long Pants deutlich von den Filmen seiner berühmteren Kollegen Keaton und Lloyd ab und setzt einen Kontrapunkt zu deren eher optimistischen Weltsicht. Das mag das Publikum jener Zeit eine Weile fasziniert haben, vor allem, wenn das es so gut verpackt daherkam wie in Long Pants. Ich habe aber Langdon-Filme gesehen, die auf mich nur irritierend wirkten – doch davon mehr in einer späteren Filmbesprechung.

Langdon und Capra funktionierten bestens zusammen, Long Pants ist ein schönes Beispiel dafür, es gibt noch zwei andere, The Strong Man (Capra im Regiestuhl, 1926) und der nur teilweise geglückte Tramp, Tramp, Tramp (wo Capra als Autor zeichnete, Regie führte Harry Edwards, 1926). Danach lösten sie die Zusammenarbeit auf, Langdon soll Capra ‚rausgeworfen haben, um selbst Regie zu führen.
Capra wurde ein bis heute gefeierter Regie-Star (ich sage nur Arsen und Spitzenhäubchen), während Langdon in der Vergessenheit verschwand.
7/10

Die DVD: Die Bildschärfe ist ganz gut, der Kontrast vermochte mich nicht zur Gänze zu befriedigen. Das Bild – es ist durchgehend in gelb viragiert- scheint mir etwas matt. Ich vermute, die DVD wurde von einem Videoband gemastert.

Die Musikbegleitung stammt von Donald Sosin; diese Klavierbegleitung trifft den Ton des Films perfekt und bringt die einzelnen Sequenzen hervorragend zur Entfaltung!

Extras: Zwei weitere Langfilme aus Harry Langdons Glanzzeit: Tramp, Tramp, Tramp und The Strong Man.

Reginalcode: 0

Verfügbarkeit:
Deutschsprachiger Raum: Nicht verfügbar.
USA: Der Film wird von Kino on Video angeboten. Man bekommt ihn direkt bei Kino, oder bei amazon.com (dort gibt’s den Film ab und zu gebraucht für weniger Geld..
Für Preisvergleiche, evtl. preisgünstigere Angebote und andere Fragen im Zusammenhang mit DVD-Bestellungen aus dem Ausland siehe auch die Tipps zur DVD-Bestellung im Ausland.

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