Über diesen Blog

Einmal mehr habe ich mein Blog-Konzept etwas geändert: Die Beiträge erscheinen in lockerer Folge. Es werden Filme von 1910 bis heute besprochen.

Obwohl ich früher als Filmkritiker tätig war, schreibe ich meine Rezensionen nicht für ein Fachpublikum, wie viele Kollegen dies tun. Fast immer habe ich beim Lesen von Filmkritiken das Gefühl, diese seien für andere Filmkritiker oder für Filmhistoriker geschrieben worden. Ich möchte mit meinen Texten den „Otto Normalfilmegucker“ ansprechen, freilich nicht ohne auf filmhistorische und filmtechnische Aspekte aufmerksam zu machen.

Es wird hier immer wieder zu „Neubeurteilungen“ von arrivierten Filmklassikern kommen, die nicht im allgemeinen Konsens der cinématografischen Gralshüter stehen! Filmhistorie war und ist immer – ganz stark seit 1968 – politisch motiviert; Filminhalte, die sich mit der vornehmlich linken politischen Doktrin der journalistischen Intelligenzija deckten und decken, waren und sind bis heute bevorzugt. Der Staus von heute berühmten Filmen darf im Sinne einer fruchtbaren kulturellen Auseinandersetzung hinterfragt werden, während in Vergessenheit geratene Werke wieder aus der politisch motivierten Versenkung gehoben und neu bewertet werden sollten.
Natürlich masse ich mir da keinen Wahrheitsanspruch an, doch ich erachte es als dringend notwendig, den allgemein herrschenden, die Wahrnehmung verkrustenden Konsens aufzubrechen; und dazu möchte ich mit meinen Texten beitragen, die stark auch auf den handwerklichen Aspekt Bezug nehmen.

Gute Unterhaltung nun also beim Lesen und Stöbern.
Rückmeldungen sind natürlich sehr erwünscht…!

Michael Scheck

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11 Kommentare

  1. Hi Michael, deine Einschätzung aktueller Kinofilme als „Gequassel“ kann ich gut nachvollziehen. Zum Glück gibts im japanischen Film eine große Zahl an Nicht-Stummfilmen, die trotzdem weniger mit Worten und mehr mit filmischen Mitteln ihre Ziele erreichen. Japanische Stummfilme gibts ja leider nicht mehr viele, aber vielleicht sollte ich mich denen auch mal wieder verstärkt zuwenden!

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    1. Danke für Deine verständnisvollen Worte.
      Ich kenne mich zwar kaum aus im asiatischen Kino, interessiere mich aber sehr dafür, weil ich eben aus den mir bekannten Beispielen schliesse, dass im asiatischen Film das Bild im Vordergrund steht (ein Grund, weshalb ich Deinen Blog regelmässig verfolge).
      Du hast mir schon einige sehr schöne Anregungen für Filme geliefert; die DVDs muss ich jetzt nur mal auftreiben…

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  2. Auch wenn ich durchaus mal in der Lage sein kann, besonders bei Filmen, die mir Gelegenheit dazu geben, irgendwelche trockenen Theorien zu spinnen, kann ich deine Haltung absolut nachvollziehen und finde diese an sich auch besser. Darüberhinaus: Cool, daß sich jemand so für Stummfilme stark macht. Ich hab mal einen Link gesetzt und werde gespannt folgen. Besonders im Bereich Dänemark/Skandinavien hätte ich noch Defizite, die darauf warten getilgt zu werden. Vielleicht hast du da ja demnächst ein paar Inspirationen im Ärmel. 😉

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  3. hallo michael, vielleicht kannst du mir helfen: in einem roman habe ich die folgende stelle gefunden: „Denn
    hier im Film wurde eine junge Dame von sechzehn Jahren gezeigt,
    die Sporthosen trug, ihre drei Wolfshunde mit Hetzschreien aufstachelte,
    in Begleitung dieser drei Hunde hin und wieder «für sich
    ausging» – kurzum, die sich in jeder Hinsicht als Mädchen ihrer Zeit
    gebärdete und die Männer am Knopf ihres Sattels in die Schlacht
    ihres keuschen Mädchen-Daseins schleifte.“
    Der Roman ist von 1930 und ich nehme an, dass hier auf einen film verwiesen wird, der tatsächlich zu dieser zeit lief. Bei meiner Recherche bin auf deinen blog gestoßen und bin enorm beeindruckt. Hast du vielleicht eine idee?
    Viele Grüße! Sophia

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  4. Lieber Michael,
    ich habe leider keine besseren Kontaktdaten gefunden, daher hier meine Nachricht: ich habe dich und deinen Blog für die Aktion „Liebster Award“ nominiert. Dort „nominieren“ Blogger andere Blogger für Fragen, die die „Nominierten“ dann beantworten – um dann eigene Fragen für weitere Blogger zu formulieren. Ziel ist es, unbekanntere Blogs etwas bekannter zu machen und sich stärker zu vernetzen (ist im Prinzip ein „Stöckchen“). Ich wurde kürzlich von Oliver von remember it for later nominiert, habe meine Antworten gepostet und unter anderem dich für die nächsten Fragen nominiert (http://whoknowspresents.blogspot.de/2015/01/liebster-award.html). Wenn du also Lust hättest, meine komischen und bizarren Fragen zu beantworten, würde ich mich sehr freuen – wenn solche Aktionen nicht so dein Ding sind oder du keine Zeit hast, ist es aber natürlich auch okay.
    Liebe Grüße
    David

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  5. Ich habe eigentlich ein Anliegen. Besitze eine Aufzeichnung des Filmes „Napoleon von Broadway“ u. a. mit Carole Lombard in deutscher Fassung. Leider fehlen mir am Schluss des Filmes ein paar Minuten der Aufzeichnung. Hat zufällig Jemand diese dt. Fassung und könnte mir helfen? Die Unkosten werden selbstverständlich ersetzt. Mit Gruß Reinhold Schoeler, D-28201 Bremen, Meine Mail: orbation@t-online.de , Handy: 0178 44 98 766

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  6. Hi. Nicht ganz zufällig bin ich auf deinem Blog geraten. Wie ich sehen konnte, geht es hier auch um ältere Filme. Finde ich gut. Weil über neue Filme wird ja schon reichlich geschrieben. Ich für meinen Teil möchte da eine gesunde Mischung finden. Weil ich liebe ebenfalls alte Filme. Vielleicht kann man sich in der Hinsicht sogar gegenseitig ergänzen. Beste Grüße…

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    1. Danke für Deinen Kommentar. Ein Blick in Deinen Blog zeigt mir, dass wir ähnliche Prioritäten haben (So dreht sich auch Dein Blog nicht ausschliesslich um Horrorfilme…).
      Habe Dich mal in meine Blogroll aufgenommen. Sieht interessant aus, Dein Blog!

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