Insel der Abenteuer (2008)

USA 2008
Mit Abigail Breslin, Gerard Butler, Jodie Foster, Michael Carman, Addison Joyce, Rhonda Doyle u.a.
Drehbuch: Joseph Kwong, Paula Mazur, Jennifer Flackett und Mark Levin nach dem Buch von Wendy Orr
Regie: Jennifer Flackett und Mark Levin
Dauer: 91 min

Inhalt:
Die neunjährige Nim (Abigail Breslin) lebt seit dem Tod ihrer Mutter mit Vater Jack (Gerard Butler), allein auf einer paradiesischen Vulkaninsel mitten im Pazifik. Wo, das verraten sie nicht. Jack arbeitet als Meeresbiologe und publiziert u.a. im „National Geografic“. Für Nim ist das Leben dort das Paradies. Als würde wäre ihr Leben nicht schon aufregend genug, verschlingt die kleine Leseratte nebenher die wilden Abenteuerromane um den Weltenbummler Alex Rover, der verdächtig an Indiana Jones angelehnt ist. Nachdem Nims Vater von einer vermeintlich kurzen Expedition tagelang nicht zurückkehrt und Nim deshalb langsam ausser sich gerät vor Angst und Sorge, erreicht sie plötzlich eine E-Mail – von Alex Rover.
Dem Alex Rover? Nein, leider nicht. Die Nachricht stammt von Alexandra Rover (Jodie Foster), der Autorin der Alex-Rover-Romane. Sie kontaktiert den Meeresbiologen aus Recherchegründen. Alexandra ist das genaue Gegenteil ihres Abenteuerhelden: Neurotisch, Phobisch, Hysterisch. Sie traut sich seit Wochen nicht mehr aus ihrer Wohung. Und ausgerechnet sie soll Nim nun helfen…

Wie ist der Film:
Nim’s Island ist ein Film, der einfach Spass macht. Dass die Regie nicht perfekt und Gerard Butler kein besonders talentierter Schauspieler ist, fällt dabei kaum ins Gewicht. Die Geschichte und das Drehbuch sind so originell, die kleine Abigail Breslin so erfrischend, Jodie Foster derart unglaublich komisch, dass man die kleineren Unstimmigkeiten lächelnd in Kauf nimmt. Zudem fügen sich die einzelnen Komponenten zu einem stimmigen Ganzen zusammen.
In der Regie, im Drehbuch und in den schauspielerischen Leistungen sind sowohl Höhen als auch Tiefen auszumachen. So wartet etwa das Drehbuch mit einigen brillianten Passagen auf (ich denke da an die grandios montierte Parallel-Sequenz, in der Nim auf ihrer Insel einen Vulkan erklimmt, während Alexandra in L.A. die Post holen geht), die Dialoge hingegen kommen streckenweise platt und banal daher. Die schauspielerische Leistung von Jodie Foster, die hier in einer ihrer besten Rollen brilliert, steht in deutlichem Kontrast zu jemer von Gerard Butler, der sich in der Doppelrolle des Vaters und des Romanhelden sichtlich abmüht.
Natürlich, der Film ist auf ein Familienpublikum zugeschnitten, deshalb werden gewisse Handlungszusammenhänge bisweilen etwas gar kindgerecht aufbereitet; trotzdem funktioniert Nim’s Island auch für Erwachsene gut; wer dafür offen ist, wird von der überbordenden Fantasie der Macher, dem Charme der Inszenierung, dem verqueren Humor und der Spielfreude aller Beteiligter bezaubert.
Meine Empfehlung: Zurücklehnen und geniessen!

Bewertung:
Die Regie: 8 / 10
Das Drehbuch:  8 / 10
Die Schauspieler: 8 / 10
Gesamtnote: 8 / 10

Auszeichnungen:
Beim KIDS FIRST! Film Festival erhielt Nim’s Island die Auszeichnung für den besten Film, Altersstufe 8-12 Jahre.

Verfügbarkeit:
Der Film lief 2008 unter dem Titel Insel der Abenteuer in den deutschsprachigen Kinos.
Er liegt sowohl auf Blu-ray als auch auf DVD vor (deutsche Fassung & englischsprachige Originalfassung mit zuschaltbaren deutschen Untertiteln).
Gestreamt werden kann er bei bei Videoload und videociety (deutsche und englischsprachige Originalfassung ohne deutsche Untertitel); bei Amazon, iTunes, maxdome, Google Play, CHILI und Microsoft gibt’s den Film ausschliesslich in der deutschsprachigen Synchronfassung.

Der Trailer:
Geschickt gemacht – ohne zuviel zu verraten und alle Höhepunkte zu verschenken macht er neugierig auf den Film.

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