Blog-Krise

Immer deutlicher schiebt sich die Idee in den Vordergrund, diesen Blog zur Veröffentlichung von Super- resp. 16mm-Filmrezensionen zu missbrauchen. Diese Rezensionen sollen Filmsammler, die auf der Suche nach brauchbarem Heimkino-Futter sind, auf die Sprünge helfen, ihnen gewisse Kopien ans Herz legen, von anderen abraten, Entdeckungen verraten.

Und die bisherige Stamm-Leserschaft? Sollen die drei etwa auf Schmalfilm umsatteln?
Nein, die bisherigen DVD-Rezensionen sollen beibehalten werden. Der Schmalfilm soll nur eine weitere Unterabteilung dieses Blogs werden; „Schmalfilm-Seitensprünge“ vielleicht…

Im Moment muss gabelingeber allerdings um Geduld bitten. Ich habe seit Wochen keinen Spielfilm mehr auf DVD gesehen – weder einen stummen noch einen klingenden. Die Krise ist wohl eher eine DVD-Krise als eine Blog-Krise.
Aber das wird schon wieder. Bald. Versprochen.

 

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6 Kommentare

  1. Das wird schon wieder. 🙂 Ich bezeichne das, was du gerade erlebst, nicht einmal als Krise; eher als Erweiterung, die sehr gut zusammen mit dem Rest in Einklang zu bringen sein wird. 🙂 – Das, was ich gerade durchlebe, ähnelt eher einer Krise. Man nennt es Schreibblockade.

    Dass deine Leser nur ein Trio bilden, wusste ich gar nicht. Will heissen: Ich fordere ein Drittel deines Monatslohns. 😉

    Whoknows aka Gierschlund. 😛

    1. Und was tut Whoknows, während er eine Schreibblockade aussitzt? Offensichtlich mit Smileys experimentieren 😉
      Danke Dir für Deine Aufmunterung. Mein Problem ist, dass ich mich dauernd selbst unter Druck setze: Jetzt MUSST du aber mal wieder einen Beitrag für deinen Blog schreiben! Ich plage mich selbst mit der Vorstellung, die Leser würden mir davonlaufen, wenn ich nicht regelmässig liefere. Und dieser Druck bewirkt einen akuten Lust-Abfall.
      Was hilft da? Eine Therapie? Die Lektüre links-intellektueller Filmrezensionen aus der Schweiz der Siebziger- und Achzigerjahre?
      Bin offen für konstruktive Vorschläge.

      1. Ein wenig Lektüre (sie muss nicht linkslastig sein) hilft gelegentlich, verlockt aber in solchen Situationen zum Abschreiben ohne Zitatanagabe. In meinem Fall ist es oft so, dass ich einen Film sehe – und unerwartet weiss, was ich über ihn sagen möchte und wo ich anfangen wlll. Dann bin ich wieder (für eine Weile) voll da. Das lässt sich aber nicht erzwingen, und werde neben den Dingern, die ich in der Pipeline habe, nur noch eine Kurzbesprechung und ein gefürchtetes Ding hinter mich bringen. Dann benötige ich mindestens acht Wochen Distanz zum Blog und verlasse mich voll auf Manfred Polak und david.

        Ich denke, ohne bewusste Auszeiten hält es nur ein Blogger durch, der alle paar Tage unkommentiert einen Trailer oder einen Screenshot bringt und sich dann dafür bejubeln lässt. Leute, die von sich entschieden mehr fordern und informieren wollen, hören früher oder später auf. Das ist dir sicher auch schon aufgefallen. Sie sind dem ständigen Druck nicht gewachsen.

        Was ich als Poker in der Hand habe, sind zwei spannende Mitarbeiter, die in vielerlei Hinsicht ähnlich ticken wie ich, sich aber in ganz anderen Bereichen auskennen (der vierte „Willige“ liess nichts mehr von sich hören und wird nächstens rausgeschmissen. – Und wovon ich unbedingt abraten möchte: Begib dich nicht „einfach zur Ablenkunng“ für ein paar Tage in Foren. Plötzlich und ungewollt bist du ein Teil von ihnen und findest nicht mehr zum Dasein als Blogger zurück.

      2. Vielleicht wäre automatisches Schreiben etwas für dich … :-Þ

        Nee, ich weiß auch nicht, was man gegen eine Schreibblockade macht. Aber ich kann dich jedenfalls beruhigen, dass ich dir nicht davonlaufe. Dein(e) Blog(s) frage ich zusammen mit ca. 10 anderen automatisch per RSS ab, und wenn es etwas neues gibt, wird es gelesen, sobald ich Zeit habe, und wenn es nichts gibt, dann mache ich mir keine Gedanken darüber, wer nun wieder nichts geschrieben hat. Erst wenn sich auf einem Blog mehrere Monate nichts tut, wird es aus dem Abfragescript rausgenommen.

        Was DVDs und 16mm betrifft, so bin ich erst mal an Filmen und nicht an Medien interessiert. Du kannst also ruhig nur noch 16mm besprechen, am besten Raritäten, auf die man sonst nicht so leicht stößt. Nach DVDs sehe ich mich bei Interesse sowieso selbst um.

        1. Mit „automatischem Schreiben“ habe ich mal versucht, meine Blockade während einer Seminararbeit zu umgehen. Dazu muss ich sagen: Nicht jeder ist ein André Breton. Mit der Hypnose funktionierte es zwar, aber mein Unbewusstes liess mich auf immer grösser werdenden Leinwand wissen: „He, du A****! Denkst du wirklich, du könntest mich austricksen?“ – Ich versuchte es trotzdem. Resultat: Die Seminararbeit musste abgebrochen werden. Sie hatte sich unter meiner unfreiwilligen Hand zu Konkreter Poesie gemausert – und es gab keinen Ausweg mehr. 😦

          1. Danke Euch, Ihr beiden getreuen Leser (aber wo ist der Dritte?)!

            Manfred, da hast Du natürlich Recht: Ich frage mich auch nicht täglich, ob der Soundso heute wieder was geschrieben hat. Und es ehrt mich, dass mein Blog zu den erlauchten Zehn gehört, die Du per RSS abhörst!

            Ich versuche nun eher, mir skrupelfreies automatisches Nichtschreiben beizubringen: Jedesmal, wenn ich einen Film gesehen habe, schreibe ich automatisch nichts. Das soll recht erholsam sein.

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