HELL’S HINGES (1916)

USA 1916
Mit: William S. Hart, Clara Williams, Louise Glaum
Regie: Charles Swickard
Dauer: 64 Minuten

Ein junger Mann hat den Beruf eines Geistlichen gewählt und damit den Traum seiner Mutter erfüllt, aber leider hat er nicht die Berufung zum Geistlichen und daraus entwickelt sich eine dramatische Verkettung. Einer Lawine gleich, die zuerst nur ein kleiner Schneehaufen ist, aber schnell anwachsend immer größer und größer wird und schließlich alles auf ihrem Wege liegende mit sich reißt.

Robert, so heißt der Geistliche ist ein Träumer, er träumt allerdings nicht nur davon, wie er Gott am besten dienen kann, sondern seine Träumereien sind sehr oft auf irdische Dinge gerichtet.
Er hat sich zwar eine überzeugende Selbstdarstellung angeeignet, die auf gewisse Menschen überzeugend wirkt, aber andere sehen in ihm nur einen Schauspieler, der die Rolle eines Geistlichen übernommen hat.
Zur Ausübung seines Berufes in der Stadt wird er  für untauglich erklärt  vor allem auch wegen seiner fehlenden Willensstärke, denn daduch könnte er allzu leicht im Sumpf des Großstadtlebens untergehen. Also versetzt man ihn aufs Land, in eine Kleinstadt im Westen, im ‘Wilden Westen’.

Dort gibt es zwei Gruppen von Menschen. Die religiöse Gruppe, die einen Priester und eine Kirche haben will.
Die andere Gruppe ist der Ansicht, dass weder Gesetz noch Religion nach Hell’s Hinges kommen dürfen, so heißt die Kleinstadt. Diese Gruppe hat zwei einflussreiche Vertreter. Den zwielichtigen Saloon Besitzer „Silk Miller“ und den Scharfschützen Blaze Tracy. Blaze ist die Verkörperung des ‘bad good guy’.
Der Geistliche kommt mit seiner Schwester Faith, die fest an seine religiöse Berufung glaubt und ihm in Hell’s Hinges ein gemütliches Heim einrichten will. Während es dem Priester nicht gelingt, die Menschen zu überzeugen, gewinnt seine Schwester Faith die Herzen vieler Gläubiger, denn sie nimmt den Glauben ernst und bemüht sich sehr danach zu leben. Auch das Herz von Blaze gewinnt sie.

Das ist ein Verlust für die Kirchenfeindliche Partei und damit beginnt der Kampf. Robert hat es leider nicht geschafft sich Anerkennung und Autorität zu verschaffen und wird daher zu einem leichten Spielball im Kampf der beiden Gruppierungen.

Der Saloon Besitzer, jetzt der alleinige Anführer der Gruppe schafft es, seine hübscheste Tänzerin davon zu überzeugen, welche Vorteile es für sie bringt, den Priester zu verführen und betrunken zu machen.
Dem Geistlichen gelingt es nicht einmal mehr aus seiner Betrunkenheit zu erwachen und schon ist er ein Werkzeug dieser Gruppe, gegen seine eigene Kirche. Diese will die Kirche in Brand stecken und er wird zum unfreiwilligen Mithelfer. Es kommt zu einem schweren Kampf, wobei es dieser Gruppierung gelingt, die Kirche niederzubrennen. Der Geistliche kommt dabei ums Leben. Die Gläubigen müssen in die angrenzende Einöde fliehen. Faith bleibt bei ihrem toten Bruder zurück.

Als Blaze entdeckt, dass Faith nicht bei den Fliehenden ist, kehrt er nach Hell’s Hinges zurück, um sie in Sicherheit zu bringen und Vergeltung zu üben. Dabei steckt er den Saloon in Brand, welcher bald auf den ganzen Ort übergreift. Die Menschen fliehen in Panik aus Hell’s Hinges, anstatt zu versuchen ihre Häuser zu retten.
Bei seiner Flucht aus der Kleinstadt, findet er die total verzweifelte Faith, mit dem toten Bruder in ihren Armen und es gelingt Blaze nur mit Mühe, sie und den Toten aus den Trümmern zu befreien und in die Sicherheit der Einöde zu bringen. Dort wird der verstorbene Geistliche begraben. Voller Trauer stürzt sie sich auf sein Grab. Aber Blaze kann sie schließlich trösten und ihr Mut für eine gemeinsame Zukunft geben.

William S. Hart war ein berühmter Western Darsteller in der Stummfilmzeit. Obwohl seine Darstellungsweise von zurückhaltender Art war, zeichnete er sich durch sein schauspielerisches Können und seine markanten Gesichtszüge aus. Dabei ist auch erwähnenswert, dass er mit 51 Jahren seinen Durchbruch beim Film schaffte. Das war 1915 mit ‘The Bargain’.  Sein Einstieg war 1914.
Mir gefällt er am besten als Darsteller des ‘einsamen Cowboys’.
William S. Hart war auch Regisseur, Drehbuchautor und Produzent. Das war für die damalige Zeit (bis ca. 1920) nichts unübliches. Dadurch hatte ein Regisseur die Möglichkeit seine Ideen nach seinen eigenen Vorstellungen umzusetzen und brauchte sich keinen Studios unterzuordnen. Die waren nicht nur an künstlerischer Qualität interessiert, sondern vor allem daran, dass ihre Filme möglichst kommerziell erfolgreich waren.
Maria

Die DVD Ausgabe: Die Bildqualität ist gut und teilweise viragiert.

Die Musikbegleitung: Sie besteht aus einfacher aber stimmiger Klaviermusik. Komponist und Interpret werden nicht genannt.

Regionalcode: 0
Bestellung: Der Film ist enthalten in Treasures From American Film Archives – Encore Edition (2005) erschienen bei Image Entertainment. Vielleicht finden einige Interessierte auch andere sehenswerte Filme in der Edition. Sie ist bei Amazon.com erhältlich.
Für Preisvergleiche, evtl. preisgünstigere Angebote und andere Fragen im Zusammenhang mit DVD-Bestellungen aus dem Ausland siehe auch die Tipps zur DVD-Bestellung im Ausland.

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