INGEBORG HOLM (1913)

Schweden  1913
Mit: Hilda Borgström, Aron Lindgren, Bertil Malmstedt, Georg Grönroos,  u.a.
Regie: Victor Sjöström
Dauer: 72 Minuten

Ingeborg Holm ist eine glückliche Frau. Ihr Ehemann liebt sie, ihre drei Kinder sind eine Freude und Glück für die Familie. Der Alltag verläuft harmonisch und man hat viel Spaß miteinander. Außerdem hat das Ehepaar Borg große Pläne für die Zukunft. Herr Borg hat einen Kaufladen eröffnet und er bekommt dabei finanzielle Hilfe von einem reichen Geschäftsmann.

Dann bricht das Unglück herein. Der Ehemann stirbt.

Ingeborg bemüht sich das Leben im Sinne ihres Ehemannes weiterzuführen. Aber da tritt ein neues Problem auf. Der Mitarbeiter im Geschäft wirft gerne ein Auge auf schöne Frauen und lässt ihnen Gunstbezeugungen zukommen, in Form von Waren aus dem Geschäft, ältere Frauen dürfen ohne Bedienung wieder gehen. Am Ende steht Ingeborg da mit einem Haufen unbezahlter Rechnungen und sie muss ihrem Geldgeber mitteilen, dass sie bankrott ist.

Das ist eine schwere Belastung für sie und bald darauf erkrankt Ingeborg schwer und das schafft zusätzliche Unkosten. Die Armenfürsorge gewährt ihr nur eine kleine finanzielle Unterstützung, aber immerhin verschaffen sie ihr eine Stelle als Reinigungskraft im Armenhaus. Obwohl es ein großer sozialer Abstieg und eine Demütigung für Ingeborg ist, nimmt sie die Stellung an, nur damit ihre Kinder nicht zu Bettlern werden. Dennoch reicht es nicht um ihre Familie zu versorgen, sie müssen das schöne Heim aufgeben. Ingeborg werden die Kinder weggenommen und Adoptiveltern zugeteilt. Jedes kommt zu anderen Pflegeeltern. Beim packen der Habe der Kinder gibt sie ein Bild von ihr dazu. Der Abschied fällt schwer, besonders von ihrem Sohn Erik. Als die Kinder weg sind, bricht die Mutter zusammen.

So bleibt Ingeborg am Ende alleine zurück. Eines Tages erfährt sie durch Zufall, dass  ihre jüngste Tochter schwer krank  ist und sie bittet um die Erlaubnis sie besuchen zu dürfen, was aber abgelehnt wird. Nun macht sie sich in aller Heimlichkeit mitten in der Nacht auf um das Kind zu besuchen. Weit ist der Weg, aber sie kommt doch bei den Pflegeeltern an. Diese betreuen das Kind gut und haben auch für Ingeborg Verständnis. Sie kann das Mädchen sehen und geben der total erschöpften Mutter seelische und körperliche Stärkung und danach kann sie durch einen Geheimgang entweichen. Am Morgen hat man im Armenhaus ihr Verschwinden bemerkt und die Polizei verständigt um nach Ingeborg zu suchen. Als der Polizist sie bei der ersten Adresse nicht findet, geht die Jagd weiter zur nächsten. Zu ihrer älteren Tochter hat sie sich endlich mit großer Mühe geschleppt, aber die Adoptivmutter, die zwar das Kind liebevoll betreut, hat für die Mutter kein Verständnis. Nur durch den mittlerweile eingetroffenen Polizisten erhält sie die Erlaubnis, dass  Mädchen zu sehen. Total teilnahmslos kommt sie im Armenhaus an, wo man ihr die Rechnung für ihre Suche unter die Nase hält.

Dann kommt der Besuchstag. Auch die Pflegemutter der jüngsten Tochter erscheint. Doch die Tochter erkennt die Mutter nicht. In ihrer Verzweiflung formt Ingeborg aus ihrer Schürze eine provisorische „Puppe“ und zeigt diese ihrer Tochter, doch vergebens, in verzweifelter Hoffnung reißt sie das Kind an sich. Doch das Mädchen streckt die Arme sehnsüchtig nach ihrer Pflegemutter aus. Durch dieses traumatische Erlebnis bekommt Ingeborg einen Nervenzusammenbruch. Sie ergreift die selbst gemachte „Puppe“ und drückt diese fest an sich, als man sie ihr wegnehmen will. Die Schwestern nehmen sie bei der Hand und führen die Mutter, die ihr vermeintliches jüngstes Mädchen, jetzt als Baby in ihren Armen schaukelt, ab.

Fünfzehn Jahre später, kommt ihr Sohn Erik, der Matrose geworden ist, sie Besuchen. Er ist erschüttert, als er seine Mutter  sieht. Sie schaukelt, liebkost und drückt noch immer liebevoll ihr „Baby“ an sich. Ihren Sohn erkennt sie nicht, sie lebt in ihrer eigenen, von ihr geschaffenen inneren Welt, zu der niemand Zutritt hat.

Als letzten Versuch zeigt er ihr eine Fotographie. Auf dieser ist sie in jungen Jahren zu sehen und diese ist mit einem Text versehen, der sinngemäß lautet: „für Erik, von Mutter.“ Dadurch erkennt sie ihn langsam wieder, jetzt fällt das imaginäre „Baby“ zu Boden und Mutter und Sohn kommen einander zärtlich näher in einer ersten Umarmung.
Maria

Die DVD: Die Bildqualität ist gut, allerdings gibt es hin und wieder Stellen, wo die Restaurierung nicht optimal möglich war. B&W

Die Musikbegleitung stammt von David Drazin, es ist Klaviermusik, einfach aber der Stimmung des Films angepasst.

Regionalcode: 0

Bestellung: Der Film ist bei Kino International (USA) als Double Feature zusammen mit Terje Vigen erschienen. Bei DeepDiscount ist er im Moment am günstigsten zu kaufen. Auch das Angebot von Axelmusic sieht lohnend aus – vor allem, weil der Versand dort schneller ist.
Für Preisvergleiche, evtl. preisgünstigere Angebote und andere Fragen im Zusammenhang mit DVD-Bestellungen aus dem Ausland siehe auch die Tipps zur DVD-Bestellung im Ausland.

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