FLUTTERING HEARTS (1927)

USA 1927
Regie: James Parrott
Mit Charley Chase, Martha Sleeper, Oliver Hardy, Eugene Pallette
Dauer: 20 min

Charley Chase (siehe auch hier) auf einer deutschsprachigen DVD? Ja, das gibt’s! Kinowelt gab und gibt auf einigen ihrer Laurel & Hardy-DVDs einige der allerbesten Chase-Stummfilme als Bonus drauf. Auf der DVD Zum Nachtisch weiche Birne sind es sogar deren zwei: Neben Fluttering Hearts noch den Tonfilm On the Wrong Trek (1936), in welchem Laurel und Hardy einen Kürzestauftritt haben.

Fluttering Hearts besteht im Grunde aus zwei zusammengehängten Einaktern mit denselben Hauptfiguren. Im ersten Teil wird unser Held auf der Strasse von Marta Sleeper fast umgefahren; sie rast mit ihrem heissen Ofen zum Kaufhaus, weil es da günstige Bettlaken gibt. Charley verfolgt sie mit Hilfe eines gutmütigen Polizisten (ein köstlicher Eugene Pallette). Die Jagd endet damit, dass Charley und der Polizist sich für die verfolgte Dame in die wüste Kaufhaus-Schlacht um die begehrten Bettlaken stürzen.

Im zweiten Teil lässt sich Charley von Martas Vater als Chauffeur anheuern. Zufällig erfährt Charley von einem kompromittierenden Brief, mit dem der Gangsterboss Big Bill (Oliver Hardy) Martas Vater zu erpressen versucht. In einer üblen Spelunke („Zutritt nur in Damenbegleitung!“) versucht Charley mit Hilfe einer Schaufensterpuppe, Big Bill zu bezirzen und ihm den Brief abzuluchsen.

Ein herrlicher kleiner Film, nicht Chases bester, aber doch äusserst lohnenswert.
Rund um die unspektakulär klingende Geschichte werden eine Vielzahl herrlichster Gags drapiert, so dass Fluttering Hearts zum Sehgenuss wird. Insbesondere Chases Pantomime mit der Schaufensterpuppe gehört zu den Höhepunkten des Films und darf mit Recht als eine der besten Einfälle innerhalb des Comedy-Shorts-Genres bezeichnet werden. Und Oliver Hardy beweist als dämlich-vulgärer Gangsterboss einmal mehr, dass er grosses schauspielerisches Talent besass.

Regie in diesem Film führte übrigens James Parrott, der Bruder von Charley Chase, der seinerseits unter seinem richtigen Namen (Charles Parrott) auch oft im Regiestuhl sass.

Die DVD-Ausgabe: Der Kurzfilm befindet sich auf einer der inzwischen vergriffenen Laurel & Hardy-DVDs von Kinowelt, die aber bei amazon noch von verschiedenen Händlern angeboten wird: Hier klicken.
Der Film wird in schönem Digitaltransfer mit ganz passablem Musikmix präsentiert, kompliert aus Tunes aus dem Hal Roach-Studio.

Inzwischen hat Kinowelt eine Neuauflage der besagten Scheibe angekündigt; Näheres dazu hier.

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2 Kommentare

    1. Doch – und deshalb lohnen einige von ihnen doppelt: Weil man neben den bekannten Stan & Ollie-Komödien wenig geläufiges aus der guten alten Klamottenkiste kennenlernen kann. Und Charley Chase ist wirklich eine Entdeckung wert!

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